Tonabnehmer testen mit meiner Pickup- Testgitarre


Eine häufig anfallende Tätigkeit in meiner Werkstatt ist das Wechseln von E-Gitarren Pickups. In der Regel möchten die Kunden einen Pickup montiert haben ohne ihn vorher je ausprobiert zu haben. Dieses Vorhaben beruht meist auf blindem Vertrauen, da man ohne selber zu testen völlig auf die Aussagen der Hersteller, Bekannter oder irgendwelcher Foren etc. angewiesen ist. Es gibt ja auch wirklich nur wenige objektive Kriterien, das meiste ist Geschmacksache.
Außerdem ist es schwierig Pickups (alt/neu) zu vergleichen, weil sie ja nicht gleichzeitig eingebaut zur Verfügung stehen. Falls der PU dan doch nicht die Erwartungen erfüllt, kann er nach dem festen Einbau in der Regel nicht zurück geschickt werden.
Auch mir ging es häufig so, bis ich vor einigen Jahren eine Abhilfe erfand:
Eine spezielle Gitarre, in die fast alle handelsüblichen Pickups ohne Veränderung und Löten eingesetzt und getestet werden können. Der Anschluss erfolgt über eine Klemmleiste, es gibt einen Toggle Switch zum Umschalten von Neck und Bridge sowie einen Volumen-Regler.

Die Testgitarre besteht aus Mahagoni, der Hals ist eingeleimt und das Griffbrett aus Ebenholz. Die Mensur beträgt 645 mm. Es können bis zu zwei Pickups in handelsüblichen Abmessungen eingebaut werden. Lediglich bei P90 mit ‚Dogear‘ wird es schwierig.

Ich empfehle folgendes Vorgehen für eine fundierte Entscheidung: Den neuen PU in der Testgitarre montieren lassen, die Gitarre mit dem alten Pickup und die Testgitarre abwechselnd bei exakt gleichen Verstärkereinstellungen anschließen und vergleichen. Der Einfluss der unterschiedlichen Instrumente auf den Sound des Pickups ist viel geringer als die meisten vermuten. Vernünftige Saiten vorausgesetzt erhält man schnell einen guten Eindruck. Auf diese Art können auch mehrere Pickups ziemlich repräsentativ getestet werden. Viel Zeit, Nerven und Geld können so gespart werden. Es kann der eigene Verstärker oder, was ich für eine reine Beurteilung des Pickups noch besser finde, eine neutrale Wiedergabe benutzt werden (macht weniger Spaß, bringt aber mehr Erkenntnis).
Außerdem stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Anrufen, Termin vereinbaren und eine fundierte Entscheidung treffen.

Lifehacks 1: Beleuchtung für die Oberfräse

Lifehacks 1: Beleuchtung für die Oberfräse

Warum das Ganze?

In meiner Werkstatt arbeite ich relativ häufig mit der Oberfräse. Zum Beispiel um Aussparungen für Tonabnehmer oder Halstaschen herzustellen. In der Regel wird dabei eine Oberfräse mit einem Kopierfräser von Hand an vorher angefertigten Schablonen entlanggeführt.
Schön ist es, wenn man dabei sehen kann, was man tut. Leider haben die allermeisten Oberfräsen keine Beleuchtung eingebaut, obwohl das leicht machbar wäre. Bei Akkuschraubern ist das inzwischen ja fast die Regel.
Da es nicht meine Art ist, mich mit solchen Dingen einfach abzufinden, habe ich nach Abhilfe gesucht und verschiedene Lösungen gefunden, eine möchte ich hier präsentieren.

So sieht es aus, wenn es fertig ist. Die Sicht auf den Fräser ist gut. Absaugen empfiehlt sich jedoch auf jeden Fall trotzdem.

Und so funktioniert es: Zwei Löchlein in die Basis gebohrt. Darin zwei 3mm LED. Kommt noch ein kleiner Spiegel dazu (aus einer alten Festplatte hergestellt und mit Sekundenkleber und Aktivator sorgfältig verklebt).

Die Stromversorgung besorgt eine Knopfzelle. Das Batteriefach verfügt auch gleich über einen Schalter.


Und falls jemand Zweifel hat: Das Ganze funktioniert seit 2 Jahren störungsfrei mit nur einem Batteriewechsel.