Rainer Grund
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Musikschule, Werkstatt für Gitarrenbau, Gitarren und Zubehör

Schaltungen


Bei der Verbesserung heutiger E-Gitarren Standardmodelle kann oft mit geringem Materialeinsatz ein großer Effekt erzielt werden. Austausch der Tonabnehmer, wie von begeisterten (technisch oft nicht versierten) Forenmitgliedern und natürlich den Herstellern oft als erstes geraten ist oft nicht die beste Lösung (obwohl ich natürlich auch diese Operation gerne für euch vornehme).
Vorher sollte man über ein paar andere einfache Dinge nachdenken, die erstens viel billiger sind und zweitens einige nervige Eigenschaften der Standardschaltungen eliminieren.

Beispiel 'Treble Bleed'

'Treble Bleed' P1 ist das Volumenpoti
'Treble Bleed' P1 ist das Volumenpoti
Hier werden zwei kleine Bauteile, ein Kondensator (C1) und ein Widerstand (R1) an das Volumen-Poti gelötet.
Effekt: Die hohen Frequenzen bleiben auch beim Herunterdrehen der Lautstärke erhalten. Sehr sinnvoll. Die Regelkurve des Potis wird etwas flacher und verteilt sich besser über den Drehbereich.
Wer mag kann gerne die Kosten für die beiden Bauteile beim Elektronik-Händler ermitteln. Ein namhafter Gitarren-Hersteller bietet diese 'Schaltung' für ca. 30€ an. Einlöten muss man natürlich noch selber.

Beispiel 'Preamp'

Einfacher, aber sehr effektiver Preamp
Einfacher, aber sehr effektiver Preamp
Diese Schaltung verstärkt das Signal der Tonabnahmer um ca. 3 dB (ca. 1,5mal) und schafft dem Gitarristen eine ganze Reihe von Problemen vom Hals:
1.) Die Gitarre wird schaltungsrechnisch 'abgedichtet', es gibt keine nennenswerte Wechselwirkung zwischen Kabellänge und Klang mehr.
2.) Der unerwünschte Effekt, dass beim Herunterdrehen der Lautstärke der Klang dumpfer wird, verschwindet. Falls man schon die Schaltung aus Beispiel 1 hatte, kann man diese aber gerne behalten oder nur den Kondensator entfernen, da die veränderte Regelcharakteristik des Volumenreglers (Widerstand parallel) recht angenehm ist.
3.) Die Ausgangsleistung erhöht sich, die Gitarre wird weitgehend unabhängig von der Eingangsimpedanz des Verstärkers, die Pickups können weiter von den Saiten entfernt positioniert werden ('Stratitis' vermeiden). Die Versorgung erfolgt über eine 9 Volt Blockbatterie, bei einem Strombedarf von weit unter 1 Milliampere hält diese bei normaler Benutzung und wenn man nicht ständig vergisst, den Stecker abzuziehen, mindestens ein Jahr.
Es gibt eine Reihe weiterer sinnvoller Maßnahmen, wie z.B. die Verwendung einer Reihe von Kondensatoren zur Änderung der Resonanzfrequenz und -güte, die ebenfalls das Klangspektrum enorm erweitern.

So kann das in der Praxis aussehen

Ich berate euch da gern zusammen mit eurem Instrument.
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